Lamotrigin - Überdosierung

Alles über Medikamente gegen Epilepsie (Antiepileptika).

Re: Lamotrigin - Überdosierung

Beitragvon Mirjam » 17. Feb 2008, 23:16

Hallo Ragazzi!

Das ist ja ne Wahnsinns-Story! "Seltsame" Neurologin!

Du sagst, du nimmst jetzt gar keine Medis mehr! Bist du auch ohne anfallsfrei? Oder warum nimmst du keine mehr?

LG Mirjam
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Re: Lamotrigin - Überdosierung

Beitragvon Hermann » 18. Feb 2008, 13:36

Hallo,
beim Ein- oder Aufdosieren eines neuen Medikaments liegt es im Ermessen des Arztes, wie oft eine Blut-Serum-Kontrolle erfolgen muss, d. h., diese Untersuchungen werden von der Kasse bezahlt. Aus gegebenem Anlass hat mich letztens der Spiegel meines Medikaments interessiert. Bei dieser Gelegenheit habe ich vom Arzt erfahren, dass die Untersuchung nur einmal im Quartal von der Kasse bezahlt wird. Nachdem das Ergebnis vorlag habe ich den Arzt gebeten, mir Ablichtung davon zu geben. Dort konnte ich sehen, im grünen Bereich zu liegen. Diese Untesuchung werde ich immer wieder durchführen lassen, wenn ich meine, dass irgendetwas nicht stimmt.
Ich wünsche dir gute Besserung und viele unbeschwerte Momente.
Herzliche Grüße
Hermann
Habe einen Bericht über einen epilepsiechirurgischen Eingriff verfaßt, der den Zeitaufwand für die OP von der ersten Untersuchung über die Reha bis zur Arbeitsaufnahme beschreibt. Kann über PN angefordert werden.
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Re: Lamotrigin - Überdosierung

Beitragvon ragazzi77 » 18. Feb 2008, 17:52

Hallo Mirjam,

zur Zeit bin ich auch ohne soweit anfallsfrei. Im November/Dezember letztes Jahr und im Januar war zwar irgendwas gewesen und ich sollte nochmal eindosiert werden, habe dem aber bis jetzt noch nicht zugestimmt weil ich erst mal selbst abwarten möchte ob es überhaupt nötig ist gleich wieder diese Medikamente zu nehmen.
Das mögen jetzt manche für unvernünftig halten aber ich habe da leider eine etwas längere Vorgeschichte die ich hier nicht näher ausführen möchte und bin auch kein Neuling auf dem Gebiet weil ich schon Jahre tief drin und mies dran war. Aus diesem Grund gehe ich einen solchen Therapievorschlag heute schon anders an.
Bin aber in neurologischer Behandlung b.z.w. unter einer gewissen Kontrolle.
Die Neurologin damals war absolut Schrott aber sie war nur ein Mittelsmann der vermutlich wegen dieser Rolle etwas eingeschnappt war und nicht viel Lust hatte sich da wirkliche Gedanken über mich zu machen. Die Bonner haben aber die Medikamentierung vorgegeben!
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Re: Lamotrigin - Überdosierung

Beitragvon ragazzi77 » 18. Feb 2008, 18:11

Hallo Dendrit,

äh, wie hast Du das nur ausgehalten? :shock: :o 400 mg Phenytoin!?!

Schon lange vorher nur mit Mühe und zum Schluss eben garnicht mehr. War so ein typischer Anfänger der immer schön alles machte ohne eine ärztliche Meinung oder Vorgabe je zu hinterfragen und immer meinte ich müsse das alles aushalten damit ich schneller gesund werden kann.

Bei dieser Dosierung stellten sich auch bei mir die Probleme ein, darunter nicht. Interessant.

Ich hatte vorher schon ne menge Probleme aber soweit ich meine damalige Ausgangssituation heute beurteile würde ich glatt behaupten das die Medikamente zum Schluss hin eine Psychose bei mir ausgelöst hatten. Glaub mir das waren richtige Probleme. Diese Symtomatik ging aber komplett zurück nachdem 2 Medikamente rausgenommen wurden. Das wurde aus diesem Grund so schnell gemacht das ich noch heute nicht mehr an diesen Entzug zurückdenken möchte. Die Ärzte haben mir das nie wirklich bestätigt aber eine Psychologin die mich auf den Kopf gestellt hatte machte diese Andeutung und meinte die Medis müssten dringend runter. Als die Medis runter waren war ich wieder ein ganz anderer Mensch und die Psychologin meinte dann ich bräuchte nicht mehr zu ihr denn es wäre wohl so gewesen wie sie es vermutet habe :mimik: .
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Re: Lamotrigin - Überdosierung

Beitragvon Zora » 20. Feb 2008, 15:11

Hallo Ragazzi,
und Mirjam,

also Ragazzi wenn ich lese wieiviele Medis du gleichzeitig nehmen mußtest, vor allem die Höhe, wird mir richtig schlecht. :|

Das war ja definitiv zuviel des Guten, da kann man ja fast nur Nebenwirkungen bekommen.

Ich kann da richtig happy sein, das ich so gute Docs in Kork habe, denen ich auch schreiben kann, wenn es mir übelst geht. Gerade wenn ich mal wieder ein neues Medi bekam, und es gab Nebenwirkungen, dann wurde dies sofort runter dosiert, oder gar ganz ausgeschlichen.

Aber nie mit so fatalen Nebenwirkungen wie bei dir.

@Mirjam
Verstehe den Arzt nicht, warum die so seltens eine Blutentnahme bezüglich des Medispiegels bekommst. Das ist doch wichtig, wie schnell kann man Überdosiert sein. Da ja jeder Körper anders reagiert, hat manchmal ein Medikamentenspiegel nicht all zu viel zu sagen, aber ist wichtig. Ich selbst muß alle drei Monate meinen Spiegel testen lassen.

Ganz liebe Grüße an alle

Zora ;)
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Re: Lamotrigin - Überdosierung

Beitragvon Mirjam » 20. Feb 2008, 22:40

Hallo Zora!

Das mit dem Medi-Spiegel scheint wohl eine Art "Streit"thema zu sein. Mein das jetzt nicht negativ oder so. Meine, dass darüber wohl sehr unterschiedliche Meinungen und Handhabungen bestehen. Wie gesagt, mein Epileptologe hat ihn noch nie verlangt.

Als ich meinem Psychiater das gesagt habe, hat er auch bestätigt, dass bei Lamotrigin der MediSpiegel nicht wichtig ist, weil man die Wirkung d.h. den Patienten nach der Wirkung bzw. NW behandelt. Er wollte ihn dann nur haben, damit er seine anderen Medis darauf abstimmen kann. Da lag/liegt er genau in der Mitte (der Spiegel! :) )

Außerdem ist ja der Richtwert auch von Labor zu Labor verschieden. Als ihn meine Hausärtzin gleich am Anfang, als ich gerade mal bei 150mg war gemacht hat, war ich bei einer Spanne von 1-5 bei 4,9 also an der oberen Grenze. Jetzt lieg ich bei einer Spanne von 1-10 bei 4.9. Also ganz gegenteilig, weil ich ja immerhin inzwischen (als er bestimmt wurde) 400mg nehme(nahm). Außerdem kenne ich Leute, die weit über der "Norm" liegen und keine Probleme haben.

Seit heute nehm ich jetzt 500mg. Hatte bei 400 auf 450mg leichten Schwindel der eher auf Überdosierung hindeutete, weil er nach 1-2 Std. weg war. Der ist aber seit 2 Tagen ganz weg. Heute hab ich nach der Aufdosierung nichts gemerkt. Werd das jetzt halt mal beobachten.

Vielen Dank auf jeden Fall für eure Meinungen und Erfahrungen!

LG Mirjam
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Re: Lamotrigin - Überdosierung

Beitragvon Zora » 22. Feb 2008, 16:24

Hallo Mirjam,

naja ein Streitthema würde ich das Messen eines Medispiegels nicht nennen.

Aber das da wirklich sehr gravierende Unterschiede gemacht werden ist klar. Kenne dies halt ganz anders, aber ich bin auch in einem Epilepsiezentrum immer Ambulant, denke dort wird es halt anders gehandhabt.

Als ich früher nur einmal im Jahr ins Epizentrum zur Kontrolle mußte, da wurde von meinem Hausarzt verlangt, das er im halben Jahresrythmus den Epispiegel Labormässig testen mußte.

Es hat ja gerade wenn man hoch dosiert wird auch Sinn diesen zu testen, damit man weiß in welchen Wirkspektrum man liegt. Zudem hängt es nicht mit den Nebenwirkungen zusammen, sondern wie und ob das Medikament gut wirkt, auch Blutspiegelmässiger Natur.

Hatte schon mehrfach Epimedis, die sehr hoch eingenommen wurden, und der Spiegel war fast im Keller, dies kann auch vorkommen, nur so als Beispiel.

Liebe Grüße

Zora ;)
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Re: Lamotrigin - Überdosierung

Beitragvon ragazzi77 » 1. Mär 2008, 11:23

Hallo Mirjam,

wie kommst du jetzt klar mit der Erhöhung wenn ich mal fragen darf ? Haben sich deine anfänglichen Bedenken gelegt oder hast du noch unangenehme Wirkungen festgestellt nachdem du jetzt auf 500mg bist ?
Ich hoffe es hilft dir auch! Aber das kann man ja jetzt bestimmt noch nicht sagen, vergeht ja erst mal noch ne Zeit bis die volle Wirkung einsetzt.
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Re: Lamotrigin - Überdosierung

Beitragvon Mirjam » 1. Mär 2008, 15:09

Hallo Ragazzi!

Nachdem ich ja jetzt umgestellt habe auf 250-0-250 ist's okay. War offensichtlich Überdosierung, da ja auf einmal 100 mehr kamen. Jetzt ist es wieder ausgeglichen.

Wegen der Wirkung kan ich erst was in mind. 2-3 Wochen sagen, da ich sie zuletz alle 6 Wochen hatte und die noch nicht um sind. Und wenn es helfen soll, müssten es ja dann mehr als 6 Wochen werden. Also alles noch offen. Denke aber, auch wenn es bei 6 Wochen bleiben sollte, erde ich nicht weiter erhöhen oder auf ein 2. dazu gehen. Dann nehm ich lieber den einen alle 6 Wochen in Kauf. Aber soweit ist es ja noch nicht.

LG Mirjam
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Re: Lamotrigin - Überdosierung

Beitragvon ragazzi77 » 1. Mär 2008, 16:29

Mirjam hat geschrieben:Denke aber, auch wenn es bei 6 Wochen bleiben sollte, werde ich nicht weiter erhöhen oder auf ein 2. dazu gehen. Dann nehm ich lieber den einen alle 6 Wochen in Kauf.


Hallo Mirjam,

Dann hoffe ich für dich das alles gut geht! Ich habe auch höchstens alle 4-6 Wochen was und das ohne Medikamente. Es reicht gerade immer wieder mir Angst ein zu jagen und dann ist wieder Ruhe.
Weil ich aber wieder voll im Berufsleben stehe habe ich mich eben vorerst entschlossen erst mal keine Medikamente zu nehmen. Denke das ich durch evtl. Nebenwirkungen wie Konzentrationsstörungen etc. mehr Probleme bekommen würde als ich so habe. Solange es nicht mehr oder heftiger wird werde ich auch dabei bleiben.

Ich drücke dir die Daumen das sich die Dosiserhöhung auch gelohnt hat!
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