Impulsiv-Petit mal

Impulsiv-Petit mal

Beitragvon Admina » 4. Jun 2008, 15:45

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Juvenile myoklonische Epilepsie wird auch Impulsiv-Petit mal und Janz-Syndrom genannt.

Die Bezeichnung "juvenil" bedeutet jugendlich und "myoklonisch", dass es mit Muskelzuckungen beginnt. Das bedeutet, dass diese Anfallsform mit Zuckungen im Jugendalter anfängt.

Diese Epilepsieform tritt in den ersten 1-2 Stunden nach dem Aufwachen (nicht Aufstehen) auf. Es ist egal, wann man geschlafen hat: ob nachts oder irgendwann tagsüber. Sie können mehrmals hintereinander (also in Serien) oder einzeln auftreten. Für das Gehirn ist das Aufwachen Stress oder Übermüdung. Die Anfälle sind kurz oder blitzartig und der Betroffene verliert nicht das Bewusstsein.

Weil Gegenstände fallengelassen oder weggeschleudert werden, wird manchmal gemeint, dass jemand schusselig wäre. Zum Beispiel wenn derjenige eine Tasse oder andere Gegenstände durch Zucken oder Zuckungen fallen lässt oder umstößt. Selbst wird die Zuckung manchmal beim Zähneputzen bemerkt.

Hauptsächlich sind diese Zuckungen aus den Schultern oder Oberarmen, seltener in den Beinen. Die Beine können dabei einknicken und derjenige kann sogar hinfallen.

Selbst kommt es dem Betroffenen so vor, als würde er erschrecken oder einen elektrischen Schlag bekommen.

Weil es Bewegungen sind, die selbst nicht beeinflusst werden können, spricht man von Willkürbewegungen. Deshalb werden sie auch "Impulsiv-Petit mal" genannt. "Impulsiv" steht praktisch für diese Willkürbewegung und "Petit mal" bedeutet, dass es ein "kleiner Anfall" ist.

Den anderen Namen, "Janz-Syndrom", bekam diese Epilepsie, weil ein Doktor Janz bestimmte Zusammenhänge entdeckt hat bzw. ihm aufgefallen sind und diese ganz genau beschreiben konnte.
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