Grad der Behinderung

Re: Grad der Behinderung

Beitragvon Dendrit » 22. Feb 2008, 11:21

Hallo,

ich bin auf die Liste im 2. Buch von Dr. Krämer "Epilepsie: Antworten auf Fragen" gestoßen und dabei gesehen, dass ich mit meiner Anfallshäufigkeit sicherlich einen bekäme. Nach der Antragstellung wurde der auch ohne weiteres genehmigt, auch die Verlängerung war kein Problem.

LG, Dendrit
Dendrit
Globaler Moderator
Globaler Moderator
 
Beiträge: 147
Registriert: 02.2008
Wohnort: Schongau
Geschlecht:

Re: Grad der Behinderung

Beitragvon Leopoldine » 22. Feb 2008, 11:33

Hallo ihr Lieben,

nu bin ich auch wieder online, was sehr schön ist :prust: .

@Herrmann
Als es mir noch besser ging (keine Körperbehinderung) habe ich mir auch überlegt, welche Vor- und Nachteile ein SBA mit sich bringt. Man wird älter und man weiss ja auch nicht so was alles passieren kann :( . Bei mir war ganz klar, das ich mit meinen vielen Krankheiten, sofern man sie nicht sah, keinen SBA in Frage kam. Mitlerweile habe ich 100% und zuerst G und B bekommen. Rückwirkend dann ag. Für mich war am Anfang das G (halbe Kfzsteuerermässigung oder öffentl Nahverkehrbefreiung bis 100km)und B bzw steuerliche Ermässigung wichtig. Dann beim ag die Kfzsteuerbefreiung und die Wertmarke bei zahlen von 60€ jährl. Einen SBA muss man angeben. Deshalb meine Überlegung damals. Mitlerweile bin ich eh Erwerbsgemindert, da ist es uninteressant und klar.
Leopoldine
 
Beiträge: 27
Registriert: 02.2008
Geschlecht:

Re: Grad der Behinderung

Beitragvon chame » 22. Feb 2008, 13:22

Hallo,

schön, dass immer mehr den Weg hierher finden... :P

Ich habe soeben mit der Post den neuen SBA bzw. die Bewilligung bekommen, nun hat mein Sohn 100 % mit G,B,H und aG bekommen ich war schon ziemlich baff, dass die Epilepsie, die in der Bewilligung als Hirnanfallsleiden deklariert wird, die letzten 10 % noch ermöglicht haben plus einem zustätzlichen Buchstaben.

Für Kinder ist in so einem Fall, wie dem unseren eines wichtig, bei allen Nachteilsausgleichen (Schule, Ausbildung und späterer Beruf) und Pflegstufen, etc. Schule und Anträgen auf bestimmte Maßnahmen spielt der GdB eine große Rolle und vor allem die Buchstaben. Diese Erfahrung habe ich nun sehr oft gemacht. Wie das für Erwachsene ist, da habe ich halt keine Erfahrungen aber bei uns bringt es in sehr vielen Bereichen, Vergünstigungen und Erleichterungen.

LG Chame
Wem das Wasser bis zum Hals steht, der sollte den Kopf nicht hängen lassen ;-)
chame
 
Beiträge: 144
Registriert: 02.2008
Geschlecht:

Re: Grad der Behinderung

Beitragvon Zora » 22. Feb 2008, 14:18

Hallo Zusammen,

freut mich schon wieder hier alte Gesichter (Menschen) zu sehen/lesen! :D

Ich hatte damals gar keine Wahl ob ich einen Schwerbehindertenausweis will oder nicht. Bekam diesen als ich 14 Jahre alt war, mir ging es damals wirklich schlecht. Dieser wurde vom Epilepsiezentrum Kork beantragt, bekam damals wegen der Epielepsie ganze 100 % und die Merkzeichen G, B, und H.

Muß aber dazu sagen bin damals von dem stationären Aufenthalt mit einem Sturzhelm entlassen worden, da ich nur Grand mals hatte.

Mit der Zeit hat sich dann die Prozentzahl geändert, für die Epilepsie wurde dann nur noch 80 % gegeben (auch jetzt trotz das ich jeden Tag Anfälle habe verschiedener Natur), und für die vielen anderen Krankheiten die restlichen 20 %. Mußte aber auch schon hart kämpfen das ich die Merkzeichen behalten durfte. Habe immer noch die Merkzeichen G und B (Gehbehindert und ständige Begleitung)!

Herrmann für die Wertmarkte (Freifahrt mit Bus, Bahn, S-Bahn usw.) mußte ich genau wie Leopoldine nur 60 € zahlen. Es kann natürlich sein das du mehr Geld bekommst als wir beiden Hübschen, da es sich ja nach der Einkommensart richtet.

Nun möchte ich mal zu der Thematik kommen wie es sich lebt mit einem Schwerbehindertenausweis und Arbeit. Denke es kommt immer darauf an wie ehrlich man ist bei einer Einstellung. Klar jubeln viele Arbeitgeber mit Sicherheit nicht wenn sie hören das man Behindert, oder einen Schwerbehindertenausweis hat.

Man kann auch nicht behaupten das Jugendliche die einen Schwerbehindertenausweis haben schlechter dran sind, kommt ja immer auf die Erkrankungen an, dies sollte man nicht auser Acht lassen.

Apropo das mit keiner Schichtarbeit stimmt nicht Herrmann, kommt immer auf die Erkrankungen selbst an, man kann dies nicht so klassifizieren, jeder Mensch ist anders.

Auf jeden Fall hat man mehr Anspruch auf Urlaub, dies aber erst ab 50 % GdB. Was die Steuervergünstigungen betrifft, diese waren bei mir als ich noch gearbeitet habe, über 1000 € im Jahr, haben oder nicht haben. Ist ja nicht wenig....

Zudem hat man natürlich als Behinderter, oder mit einem Behindertenstatus mehr Schutz, was die Rechte als Arbeitnehmer betrifft. Dies sollte man aber immer selber abwägen, ob man überhaupt einen Ausweis für sich persönlich will, oder eben nicht.

Denke manchmal geht es gar nicht anders, und man kommt ohne nicht aus, oder hat soviele Nachteile, da wäre man manchmal froh gewesen man hätte einen solchen doch gehabt.

Doch das muß jeder für sich selber Entscheiden!

Liebe Grüße

Zora ;)
Zora
 
Beiträge: 44
Registriert: 02.2008
Geschlecht:

Re: Grad der Behinderung

Beitragvon Kamasutra » 22. Feb 2008, 17:16

Hi Zora,

zwei Dinge: 1. die Prozent gehören da gar nicht hin, es heißt einfach nur 50 oder 80 oder so, aber nicht 50% oder 80% usw. Irgendwie denkt man das immer. (Stand so auf der Seite, die Dendrit verlinkt hatte, wusste ich vorher auch nicht. :)) und 2. Was du zu mehr Anspruch auf Urlaub schreibst: wenn man den erst ab GdB 50 erhält: Vorher bekommst du auch gar keinen Schwerbehindertenausweis ausgehändigt. Von daher ist das Jacke wie Hose und bringt der Person in dem Moment gar nichts, wenn er beim Einstellungsgespräch gefragt wird.
Gruß, Kamasutra
Bild
Kamasutra
 
Beiträge: 46
Registriert: 02.2008
Geschlecht:

Re: Grad der Behinderung

Beitragvon Hermann » 22. Feb 2008, 18:45

Hallo Kamasutra,
Du hast das genau richtig erkannt: "GdB" heißt "Grad der Behinderung" und wenn wir in diesem Fall von "Grad" sprechen, meinen wir damit "Prozent". Beispiel: "Ich haben einen GdB von 100."
Wer z. B. einen Grad der Behinderung unter 50 hat, ist nicht schwerbehindert im Sinne des Gesetzes, aus dem Grunde bekommt er auch keinen Ausweis.
Das wollte ich nur erklärend dazu sagen.
Liebe Grüße
Hermann
Habe einen Bericht über einen epilepsiechirurgischen Eingriff verfaßt, der den Zeitaufwand für die OP von der ersten Untersuchung über die Reha bis zur Arbeitsaufnahme beschreibt. Kann über PN angefordert werden.
Hermann
 
Beiträge: 23
Registriert: 02.2008
Geschlecht:

Re: Grad der Behinderung

Beitragvon ragazzi77 » 22. Feb 2008, 20:07

Hallo an alle,

ich hatte derzeit auch einen GDB von 60% mit GM ca. 2x monatlich und komplex-fokale im Abstand von Tagen. Ein Merkzeichen hatte ich nicht dazu. Heute habe ich noch 30% die sich aber in keiner Weise mehr auswirken.

Meine damalige Neurologin drängte mich dazu weil sie mich sonst im Betrieb feuern würden. Ich persönlich fand es eher schlimm weil ich mich dadurch erstmal Entmutigt fühlte. Es wurde nur 1 Antrag gestellt und schon 6 Wochen später war der fertige Ausweis im Briefkasten. Mir persönlich war das zu diesem Zeitpunkt echt zu viel weil ich deshalb glaubte nie mehr da raus zu kommen.
Es hat eben alles seine zwei Seiten. Für die einen Hilfreich, für andere.................. :?:
LG ragazzi Bild
Benutzeravatar
ragazzi77
 
Beiträge: 34
Registriert: 02.2008
Geschlecht:

Re: Grad der Behinderung

Beitragvon Kamasutra » 24. Feb 2008, 11:15

@Hermann
Nein, mir ging es gerade darum, dass die Prozent da überhauptnichts zu suchen haben, so wie ich die Webseite, die Dendrit verlinkt hat, verstanden habe. Zitat:
Der GdB kann zwischen 20 und 100 variieren. Er wird in 10er-Schritten gestaffelt. Irrtümlich wird der GdB oft in Prozent angegeben, also zum Beispiel "Ich habe einen GdB von 50 Prozent". Dies ist aber falsch, es wird schlicht gesagt "Ich habe einen GdB von 50".


Prozent sind damit also auch nicht gemeint, so wie du schriebst, auch wenn man die natürlich auch oft in Zehnerschritten bis 100 staffelt. Daher kommt ja vermutlich auch der Irrtum.

(Wobei das jetzt bitte nicht klugscheißerisch klingen soll, ich fand das einfach nur interessant - ich habe ja selbst immer immer gedacht, es heißt %. :))
Gruß, Kamasutra
Bild
Kamasutra
 
Beiträge: 46
Registriert: 02.2008
Geschlecht:

Re: Grad der Behinderung

Beitragvon chame » 24. Feb 2008, 11:21

@Kamasutra,

:aeh: ja da muss ich aber auch sagen, dass ich immer % sage, beim GdB, ich wusste das auch nicht... obwohl mein Sohn schon seit 10 Jahren einen Ausweis hat... nu denn man lernt nie aus, er hat jetzt einen GdB von 100 plus ganz vielen Buchstaben ... aber im Endeffekt spielt es doch auch keine Rolle ob % oder nicht, selbst die vom Versorgungsamt sagte, er ist zu 100 % schwerbehindert....

LG Chame :hallo:
Wem das Wasser bis zum Hals steht, der sollte den Kopf nicht hängen lassen ;-)
chame
 
Beiträge: 144
Registriert: 02.2008
Geschlecht:

Re: Grad der Behinderung

Beitragvon Kamasutra » 24. Feb 2008, 11:46

Wichtig ist das eh nicht. Es gibt halt so ein paar Sachen, die ich einfach "spannend" finde und mich frage, warum das so völlig verquer entstanden ist. Die epileptischen Anfälle ja z. B. auch: Es gibt so viele davon und natürlich sind die GM sehr viel auffälliger als wenn mal jemand für eine Minute abwesend an seiner Jacke herumnestelt, schmatzt und sich dabei suchend umsieht, aber komisch ist das doch auch, dieser Zustand. Nur sind diese Anfälle nie bekannt geworden. Und in diesem Fall (GdB) halt: Warum stülpt der Mensch automatisch Prozent über? Klar, wir machen das an vielen Stellen, aber an vielen anderen ja auch nicht und wieso hat sich das nun aber hier so entwickelt? Irgendwie finde ich das interessant.

Ich weiß, die meisten Leute können das nicht teilen. ;)
Gruß, Kamasutra
Bild
Kamasutra
 
Beiträge: 46
Registriert: 02.2008
Geschlecht:

VorherigeNächste

Zurück zu "Ämter"



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron